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Grundig und Beko verpflichten sich zum Schutz der Meere

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Im Rahmen seiner IFA Keynote kündigt Hakan Bulgurlu, CEO von Arçelik, dem Mutterkonzern der Hausgerätemarken Grundig und Beko, eine Reihe von Innovationen an, die Verbrauchern und der Umwelt zugutekommen. 

 Nachhaltigkeit ist ein zentrales Thema in der Unternehmensphilosophie von Arçelik, dem Mutterkonzern von zwölf weltweit agierenden Hausgerätemarken. Der Konzern setzt bei seinen Innovationen auf das Recycling und Upcyling von Materialien sowie auf nachhaltige Technologien wie einen Filter für Kunststoff-Fasern. Im Rahmen seiner Keynote auf der IFA 2019 kündigt Hakan Bulgurlu darüber hinaus an, diese eigens entwickelte Mikrofaser- Filtertechnologie auch anderen Hausgeräteherstellern zur Verfügung stellen zu wollen. 

Technologien teilen zum Schutz der Umwelt 

Arçelik hat mit der Entwicklung der ersten Waschmaschine mit eingebautem Filtersystem für synthetische Mikrofasern einen wichtigen Schritt im Kampf gegen die Verschmutzung der Meere gemacht. Denn nach jeder Waschladung landen bisher über eine Million Fasern im Abwasser und damit in den Ozeanen der Welt. Diese Fasern werden von Fischen und anderen Meeresbewohnern aufgenommen und gelangen so auch in die Nahrungskette des Menschen. Der innovative Filterkasten in der Waschmittelschublade des Geräts filtert das Wasser vor der Ableitung ins Abwassersystem und reduziert die Anzahl dieser Mikrofasern um bis zu 90 Prozent. Die Markteinführung der neuen Technologie von Arçelik ist für 2020 geplant. In seiner IFA Keynote fordert Arçelik-CEO Hakan Bulgurlu eine engere Zusammenarbeit in der Branche und ist bereit, die neue Filtertechnologie auch Wettbewerbern zur Verfügung zu stellen. „Als ein weltweit tätiges Unternehmen mit Produkten und Dienstleistungen in 146 Ländern möchten wir alles in unserer Macht Stehende tun, um einen Wandel herbeizuführen, bevor im Kampf gegen Umweltkatastrophen, allen voran die Klimakatastrophe, die Zeit abläuft. Wir wollen einen Mehrwert schaffen, indem wir die durch unsere Branche verursachte Umweltzerstörung reduzieren. Diese Chance müssen wir einfach ergreifen“, appelliert Bulgurlu. 

Kunden wünschen sich nachhaltige Produkte 

In seiner Keynote gibt Hakan Bulgurlu auch Einblicke in das Konsumverhalten der Menschen. So sind Verbraucher heute bereit, mehr für solche Produkte zu bezahlen, die helfen, globale und ökologische Probleme zu lösen. „Unternehmen, die ein klares Ziel verfolgen, werden langfristig immer einen Vorteil gegenüber dem Wettbewerb haben“, so Bulgurlu. „Wir bei Arçelik wollen Marken aufbauen, deren Produkte und Technologien nachhaltig und umweltbewusst sind. Dabei konzentrieren wir uns auf eine effiziente Nutzung von Ressourcen und auf Lösungen im Sinne einer Kreislaufwirtschaft, wie die neue Mikrofaser- Filtertechnologie. Diese ist eine unserer wichtigsten Innovationen und hat das Potenzial, einen entscheidenden Unterschied zu machen. Wir haben erheblich in Forschung und Entwicklung investiert und sind sehr daran interessiert, mit NGOs, Hochschulen und anderen Interessensgruppen an der Weiterentwicklung dieses Projektes zu arbeiten“, so der Arçelik-CEO weiter und lädt die Hausgerätebranche ein, diese neue Technologie zu übernehmen. 

Waschmaschinentrommeln aus PET und Kühlschränke aus biobasiertem Kunststoff 

Neben dem Filtersystem für Waschmaschinen arbeitet Arçelik an einer Vielzahl weiterer, nachhaltiger Technologien, um die Umwelt zu entlasten. So hat das Unternehmen eine Waschmaschinentrommel aus recycelten PET-Flaschen entwickelt. Insgesamt 25 Millionen PET-Flaschen, also rund 250 Tonnen Kunststoff, wurden auf diese Weise sinnvoll wiederverwendet. Waschmaschinen mit dieser Technologie sind bereits auf dem Markt erhältlich. In der Produktion wurden rund 5,7 Millionen Kilowattstunden Energie gespart und der Ausstoß von 885 Tonnen CO2-Emissionen verhindert. 

Auch in die Küche halten die nachhaltigen Technologien von Arçelik Einzug. Der Bio-Kühlschrank ist eine weitere Innovation und wird aus biobasierten Kunststoffen hergestellt. Er zeichnet sich durch seine Dämmmaterialien aus biobasiertem Polyurethan und Verbundwerksstoffe aus Lebensmittelresten wie Soja, Eierschalen und Mais. Die Erhöhung der Belastbarkeit dieser Materialen ermöglicht eine Senkung der CO2-Bilanz um rund 80 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen, heute verwendeten Kunststoffen. 

Wiederverwertung von alten Textilien in Haushaltsgeräten 

Die Verwendung von recycelten Fischernetzen ist ebenfalls eine Technologie aus dem Hause Arçelik, um die Verschmutzung der Meere zu reduzieren. Jährlich gehen 640.000 Tonnen Fischernetze und Angelschnüre verloren. Diese stellen auch Jahrzehnte später noch eine Gefahr für Meerestiere dar, die sich darin verfangen können. Durch die Wiederverwertung – genannt Upcycling – der alten Netze zusammen mit Textilfasern, entsteht bei Arçelik ein mechanisch belastbarer und wärmebeständiger Verbundwerkstoff auf Polyamidbasis, der anschließend in Ofenteile eingesetzt wird. Bis Ende 2018 wurden bereits 65 Tonnen solcher Abfälle wiederverwendet. Das Ziel ist, diese Initiative weiter auszubauen. Produkte mit Teilen aus recycelten Fischernetzen sind bereits auf dem Markt zu finden. 

Technologien für alle Teile der Erde: Arçelik arbeitet an Kühlschrank mit Solarenergie 

Über das Re- und Upcycling hinaus steht auch die Nutzung erneuerbarer Energien im Fokus der Forschungs- und Entwicklungsarbeit von Arçelik. Das Unternehmen hat einen Kühlschrank angekündigt, der mit Solarenergie betrieben wird und keinen zusätzlichen Stromanschluss benötigt. Das Produkt wurde mit Blick auf die noch unzuverlässige Stromversorgung in vielen Ländern der Erde entwickelt. Es arbeitet mit Gleich- statt Wechselstrom und weist dadurch eine bessere CO2-Bilanz sowie eine höhere Energieeffizienz auf. Der Solarkühlschrank soll Anfang 2020 in Serienfertigung gehen. 

www.grundig.de

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